Vom Haus in eine Wohnung im Alter

Sobald der Nachwuchs aus dem Elternhaus ausgeflogen ist, stehen die ehemaligen Kinderzimmer leer. Viele Ehepaare finden das Haus für sich allein zu gross und sehnen sich nach etwas Kleinerem. Manche wünschen sich dann eine altersgerechte Wohnung, die sich auf ein Stockwerk begrenzt. Warum also nicht vom Haus in eine Wohnung wechseln?

Vielleicht fragen Sie sich, ob Sie sich in einer Etagenwohnung ohne Garten und mit weiteren Menschen im gleichen Haus überhaupt wohlfühlen. Wer nicht auf den geliebten Garten verzichten möchte, entscheidet sich für eine Parterrewohnung. Aber auch eine Etagenwohnung mit einem schönen, sonnigen Balkon und einem Lift im Treppenhaus hat ihren Reiz. Dies sind alles berechtigte Fragen, die Sie sich beim Wechsel von einem Einfamilienhaus in eine Wohnung stellen.

Schon einmal an eine Einliegerwohnung gedacht?

Als lukrative Alternative könnte sich der Einbau einer Einliegerwohnung im Eigenheim erweisen. Solange Sie das Haus noch bewirtschaften können, generieren Sie ein Zusatzeinkommen. Sobald der Aufwand zu gross wird, können Sie die Einliegerwohnung selbst beziehen und somit in der gewohnten Umgebung weiterleben. Der Hausteil kann beispielsweise an ein Familienmitglied vermietet werden.

Hausverkauf innerhalb der Familie

Das Haus kann auch an die eigenen Nachkommen verkauft werden. Hierbei empfiehlt sich der Verkauf der Liegenschaft zu einem angemessenen Preis, der in etwa dem Marktpreis entspricht.

Idealerweise entspricht der Preis dem Wert einer neutralen Schätzung.

Vielfach wird die Liegenschaft aber zu einem Familienpreis an ein Kind weiterverkauft. Immer wieder kommt es vor, dass Eltern die Liegenschaft verschenken.

Hierzu gilt es wesentliche Punkte zu beachten:

  • Ist ein Elternteil in Zukunft – (beispielsweise durch eine schwere Krankheit) – auf Ergänzungsleistungen angewiesen, fragt die Behörde nach, ob in der Vergangenheit Liegenschaften oder andere Vermögenswerte verkauft oder verschenkt worden sind. Die Konsequenz kann sein, dass keine Ergänzungsleistungen gewährt werden, weil das verschenkte Vermögen als Vermögensverzehr einkommensseitig angerechnet wird.
  • Die heutige Gesetzeslage empfiehlt, dass Vermögenswerte wie Liegenschaften nicht an die späteren Erben verschenkt werden. Solche Vermögenswerte werden in einem Unterstützungsfall später immer an-gerechnet. Damit soll sichergestellt werden, dass Vermögenswerte für später benötigte Pflegeleistungen zur Verfügung stehen.
  • Wird beim Verkauf auf einen Teil des Kaufpreises als Erbvorbezug verzichtet und es gibt noch weitere erbberechtigte Kinder, kann es sein, dass die Pflichtteile verletzt werden. Das Kind, das das Haus mit einem Erbvorbezug übernommen hat, muss dann einen Teil an seine Geschwister ausgleichen.

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Bild/Foto: GLKB

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