SAC-Hüttenzauber im Glarnerland

Leglerhütte in den Glarner Alpen, Ausflugsziel-Empfehlung der Glarner Kantonalbank

Der Schweizer Alpen­Club SAC zählt seit letztem Herbst 150 000 Mit­glieder. Die Faszination der Menschen für den Bergsport scheint ungebro­chen. Aktivitäten in den Bergen erweitern den Horizont und bleiben in der Erinnerung haften. Die SAC­-Hütten sind ein beliebtes Ausflugsziel. Im Glarnerland stehen einige der schönsten Hütten des Landes.

Bereits Johann Wolfgang von Goethe hat es philosophisch festgehalten: «Nur wo du zu Fuss warst, bist du auch wirklich gewesen.» Ob es nun eine gemächliche Wanderung durch schattenspendende Wälder, eine anspruchsvolle Klettertour im höheren Gebirge oder eine winterliche Schneeschuh- oder Skitour werden soll, die Glarner Alpen bieten für jeden Bergsportler das gewünschte Erlebnis am Berg.

Neben den aussichtsreichen Gipfeln sind dabei auch die gemütlich-urigen Berghütten ein erstrebenswertes Ausflugsziel. Aufgrund ihres abgelegenen Standorts können Berghütten nicht den im Flachland gewohnten Komfort bieten. Es werden feine selbstgemachte Speisen serviert, die Einrichtung ist zweckmässig und das Angebot einfach gehalten.

Die Glarner Alpen bieten für jeden Bergsportler ein Erlebnis.

Der Schweizer Alpen-Club SAC betreibt schweizweit 152 solcher Berghütten, die durch die verschiedenen Sektionen unterhalten werden. Von diesen SAC-Hütten stehen 14 auf Glarner Kantonsboden. So auch die nachfolgenden fünf.

Leglerhütte – 2’273 m ü. M.

Im ältesten Wildschutzgebiet Europas, dem Freiberg Kärpf, liegt auf 2273 Metern über Meer die im Jahr 2007 umgebaute Leglerhütte. Eingebettet in eine atemberaubende Bergwelt und mit einer Rundsicht, die seinesgleichen sucht.

Die Hütte kann ab der Bergstation Mettmenalp über einen einfachen und gemütlichen Wanderweg in rund 2,5 Stunden erreicht werden. Im Winter wird der Weg mit Schneestangen markiert, so dass die Leglerhütte auch in der kalten Jahreszeit mit Schneeschuhen oder Tourenski sicher erreicht werden kann.
leglerhuette.ch

Claridenhütte – 2’453 m ü. M.

Weit hinten im Glarnerland, zwischen Gletschereis und hartem Fels, liegt die Claridenhütte auf dem Gipfelplateau des Altenorenstocks. Die unübertreffliche Aussicht ins Glarnerland und auf den Tödi lassen jedes Berglerherz höherschlagen.

Die Claridenhütte kann im Sommer via Linthal / Tierdfehd, Seilbahn Urnerboden-Fisetengrat in rund 3 Stunden Fussmarsch erreicht werden.
claridenhuette.ch

Claridenhütte in den Glarner Alpen, Ausflugsziel-Empfehlung der Glarner Kantonalbank

Glärnischhütte – 1’990 m ü. M.

Auf einer Höhe von 1990 Metern über Meer an der Südflanke des Glärnischmassivs gelegen, bietet die Glärnischhütte einen optimalen Ausgangspunkt für Touren und Wanderungen auf das sagenumwobene Vrenelisgärtli, den Ruchenglärnisch und andere Gipfel.

Vom hinteren Klöntal via Chäseren und Wärben dauert der Aufstieg zur Glärnischhütte rund 3,5 Stunden.
glhuette.ch

Glärnischhütte in den Glarner Alpen, Ausflugsziel-Empfehlung der Glarner Kantonalbank

Sage Vrenelis-Gärtli

Es war einmal eine übermütige Jungfrau, die Vreni genannt wurde. Diese meinte, sie könne zuoberst auf dem mittleren Glärnisch einen Garten machen. Die Leute warnten sie und sagten zu ihr: «Man darf Gott nicht herausfordern!» Sie aber sagte: «Und jetzt gehe ich aus Trotz hinauf, sei es dem Herrgott lieb oder leid.» Da nahm die Jungfrau, sie war ein baumstarkes Mädchen, einen grossen Kupferkessel über den Kopf, damit sie nicht nass würde, wenn es zu schneien beginnen sollte. Als sie aber oben war, begann es so stark zu schneien, dass das Vreni wegen des Gewichts den Kessel nicht mehr abziehen konnte. Der nasse, schwere Schnee drückte das Mädchen zu Boden und es wurde gänzlich eingeschneit.
Man sieht auf dem mittleren Glärnisch noch heute von weitem ein kleines, viereckiges Schneefeld. Die Leute nennen es das Gärtli von Vreneli, weil die übermütige Gärtnerin darunter begraben liegt.

Glärnisch, Vrenelis Gärtli in den Glarner Alpen, Ausflugsziel-Empfehlung der Glarner Kantonalbank

Fridolinshütte – 2’111 m ü. M.

Die Fridolinshütte steht im Süden unseres Kantons und ist unter anderem Ausgangspunkt für die Besteigung des Tödis (3614 m), dem höchsten Berg in den Glarner Alpen. Die Hütte wird von der wohl bekanntesten Hüttenwartin des Kantons betreut, namentlich von Gabi Aschwanden. Mit 20 Jahren war die Glarnerin die jüngste Hüttenwartin des Landes und lebt nun seit über 25 Jahren in der Fridolinshütte als Nachbarin vom Tödi.

Ab Parkplatz Linthal / Tierfehd kann die Fridolinshütte innert 4 Stunden auf einem gut markierten Bergweg erreicht werden. Zum Abkürzen kann bis nach Hintersand mit einem Alpentaxi gefahren werden, dann dauert der Zustieg noch etwa 2 Stunden.
fridolinshuette.ch

Fridolinshütte in den Glarner Alpen, Ausflugsziel-Empfehlung der Glarner Kantonalbank

Grünhornhütte – 2’448 m ü. M.

Von der Fridolinshütte aus auf dem Weg zum Tödi steht die Grünhornhütte. Die mittlerweile unbewartete Hütte am Bifertengletscher ist die erste und älteste SAC-Hütte der Schweiz und damit ein hochalpines Baudenkmal.

Seit Juni 2013 können interessierte Berggänger die Hütte mit Museumscharakter besichtigen und so mehr über deren Vergangenheit erfahren. Im Innern präsentieren Schrifttafeln die Geschichte der Hütte und es sind Angaben zum Bifertenfirn sowie zur Geologie von anno dazumal zu finden.
sac­toedi.ch/huetten/grunhornhutte

Weitere Informationen

Da die meisten Hütten nicht das ganze Jahr über bewartet sind, ist es lohnenswert sich im Vorfeld darüber zu informieren, ob sie geöffnet sind.

Mehr Informationen, Kartenmaterial sowie weitere Wander- und Ausflugsziele im Glarnerland finden Sie unter:
glarnerwanderwege.ch
glarnerland.ch
naturzentrumglarnerland.ch
sac-­cas.ch

TIPP: Bevor Sie zu Ihrer Wanderung aufbrechen, prüfen Sie das GLKB-Vorteilsprogramm der Glarner Maestro-Karte. Bei vielen Bergbahnen profitieren Sie im Sommer wie im Winter von vergünstigten Preisen für die Fahrkarte.

Bild/Foto: Rouven Hauri, René Marty, Rafael Wiedenmeier