Steigende Nachfrage nach Wohneigentum

Eine Familie aus dem Glarnerland hat sich ihren Traum vom Eigenheim erfüllt - die Nachfrage ist derzeit gross

Der Kanton Glarus hat als Tourismusdestination und als Wohnort einiges zu bieten. Die landschaftlichen Vorzüge, die guten Anbindungen an den öffentlichen Verkehr, die hohe Lebensqualität und die moderaten Immobilienpreise führten in der Vergangenheit zu einer stärkeren Nachfrage nach Wohneigentum – vor allem im nördlichen Kantonsteil. Entsprechend sind auch die Verkaufspreise um durchschnittlich 3 Prozent pro Jahr angestiegen. Dies geht aus dem aktuellen Immobilienmarktbericht für den Kanton Glarus hervor.

Autorin: Anita Göckel, Immobilienexpertin, Wüest & Partner

Die Verkaufspreise sind durchschnittlich um rund 3 Prozent pro Jahr gestiegen.

Moderate Preise für Eigenheime

Häuser und Wohnungen sind in den drei Glarner Gemeinden vergleichsweise erschwinglich. In Glarus Nord kostet beispielsweise ein mittelgrosses Einfamilienhaus älteren Baujahrs mit einem Grundstück von 600 Quadratmetern rund 1 Mio. Franken. In den angrenzenden Regionen March, Kanton Schwyz, und Linthgebiet, Kanton St. Gallen, kosten vergleichbare Objekte bereits 30 bis 50 Prozent mehr. In den südlichen Kantonsgebieten, Glarus und Glarus Süd, wird es indes günstiger. Im aktuellen Wirtschaftsumfeld verlagert sich die Nachfrage nach Immobilien insgesamt hin zu Gebieten mit moderaten Immobilienpreisen. Davon profitiert auch der Wohnungsmarkt im Kanton Glarus.

Der Glarner Wohnungsmarkt profitiert vom aktuellen Wirtschaftsumfeld.

Immobilienmarkt im Überblick

Der neue Glarner Immobilienmarktbericht fasst die Entwicklung des Wohneigentumsmarkts im Kanton Glarus zusammen und gibt eine Trendeinschätzung für 2017. Der Bericht ist hier abrufbar. Die gedruckten Berichte liegen in den Filialen der Glarner Kantonalbank auf.
Immobilienmarktbericht herunterladen (PDF)

 

Begrenztes Angebot und wenig neue Einfamilienhäuser

Das Wohnraumangebot im Kanton Glarus steigt kontinuierlich an. Ganz typisch für die Schweiz gilt auch im Glarnerland: In den letzten zwölf Monaten waren gerade knapp ein Fünftel der gehandelten Objekte jünger als zehn Jahre. Der Bau von Einfamilienhäusern hat allerdings im Kanton Glarus in den letzten Jahren abgenommen. Stattdessen werden vermehrt Miet- und Mehrfamilienhäuser erstellt. Ein Beispiel dafür ist die geplante Molliser Überbauung «Bellavista», wo 18 Einfamilienhäuser und über 50 Wohnungen entstehen sollen. Auch im touristisch geprägten Glarus Süd befinden sich Häuser – insbesondere Ferien- und Zweitwohnungen – im Angebot.

Bild/Foto: Reinhard Fasching, Bregenz