Markantes Wachstum im Onlinehypothekar-Markt Schweiz

Zufriedene Online-User dank praktischem Hypothekar-Abschluss bequem von Zuhause aus

In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl Anbieter von Onlinehypotheken auf Banken- und Vermittlerseite signifikant erhöht. Entsprechend konnte auch das Online-Hypothekenvolumen markant gesteigert werden. Im Jahr 2015 wurden in der Schweiz Hypotheken in der Höhe von insgesamt 2,4 Mrd. Franken online abgeschlossen oder initiiert.

Autor: Prof. Dr. Andreas Dietrich ist Leiter des Kompetenzzentrums Financial Services Management am IFZ der Hochschule Luzern – Wirtschaft.

Im Bereich der digitalen Finanzierungen sind klare Trends erkennbar. Beispielsweise gewinnen Onlinehypotheken in der Schweizer Bankenwelt zunehmend an Relevanz. Über zehn Finanzinstitute bieten bereits heute ein solches Angebot an. In Bezug auf die verfolgten Geschäftsmodelle können bei den verschiedenen Anbietern teilweise massive Unterschiede festgestellt werden. Während die einen Modelle den Kunden eher eine (erste) Orientierung ohne Abschlussmöglichkeit geben, können bei anderen Geschäftsmodellen, wie zum Beispiel beim hypomat.ch der Glarner Kantonalbank, Hypotheken direkt online abgeschlossen werden.

Entwicklung der Volumen

Das Volumen bei den Neuabschlüssen hat sich in den vergangenen zwei Jahren stark erhöht. Während das Gesamtvolumen im Jahr 2013 noch bei rund 1,3 Mrd. Franken lag, betrug es im Jahr 2015 bereits 4,8 Mrd. Franken. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Volumen insbesondere 2015 markant gestiegen sind. In diesem Jahr wurden Hypotheken in der Höhe von 2,4 Mrd. Franken online abgeschlossen. Der Marktanteil von Onlinehypotheken ist aber im Verhältnis zu den gesamten Abschlüssen privater Hypothekarforderungen immer noch relativ gering und lag im Jahr 2015 bei (noch) überschaubaren 1,6 Prozent.

Ausblick

Es ist absehbar, dass in den nächsten Jahren weitere Anbieter von Onlinehypotheken in den Markt eintreten und Verlängerungen von Hypotheken über das Internet bereits in fünf Jahren ein Standardangebot von Banken sein werden. Zudem schätze ich das Potenzial für Online-Hypothekarverlängerungen höher ein als den Markt für Neuabschlüsse.

Bild/Foto: zVg IFZ der Hochschule Luzern