Familie Huber kauft ein Eigenheim

Eine Familie aus dem Glarnerland hat sich ihren Traum vom Eigenheim erfüllt - die Nachfrage ist derzeit gross

Beim Kauf eines Eigenheims gilt es viele Entscheidungen zu treffen und Hürden zu nehmen. Das war auch bei der Familie Huber aus Mollis so. Im Juni 2016 sind Nadia (33) und Roger (36) Huber zusammen mit ihren beiden Kindern Gianni (5) und Leano (1 ½) in ihr Traumhaus eingezogen. Erfahren Sie, wie die junge Familie ihr Eigenheim gefunden hat und was dabei alles auf sie zukam.

Neuer Lebensabschnitt – neue Bedürfnisse

Die Hubers haben in einem schönen Einfamilienhaus in Mollis zur Miete gewohnt. «Leider fehlten uns dort die Gestaltungs-möglichkeiten, um aus dem Haus unser Traumhaus für unsere junge Familie zu machen», erinnert sich Nadia Huber. Mit der Geburt der beiden Kinder kam dann auch der Wunsch für den «Nestbau» und nach Wohneigentum auf.

Wir wollten ein Zuhause, das wir bis ins hohe Alter bewohnen können und das wir nach unseren Vorstellungen ausbauen und verändern können.

Eigentum? Ja, bitte!

Die Frage, ob Miete oder Kauf, hatte Familie Huber früh beantwortet. «Uns reizte das schöne Gefühl von Verbundenheit und gleichzeitiger Freiheit. Auch aufgrund des aktuellen Niedrigzinsumfelds schien uns ein Kauf sinnvoll. So können wir unser Eigenheim Schritt für Schritt amortisieren, anstatt monatlich Miete zu zahlen.»

Die Wunschliste

Es ist wichtig, dass Käufer genaue Vorstellungen vom künftigen Zuhause haben – auch wenn diese wohl selten 1:1 umgesetzt werden können. Die Wunschliste an das neue Zuhause war bei Nadia und Roger Huber stark davon geprägt, dass aus einem Paar eine Familie wurde. «Wir wollten unseren Kindern Platz und genügend Bewegungsfreiheit bieten. Gleich-zeitig sollten auch alle einen Rückzugsort haben und genügend Bäder standen ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste. Genauso wichtig waren uns ein gemütlicher Treffpunkt für die Familie und ein schönes Zimmer für unsere Gäste.» Übersetzt in den Fachjargon eines Architekten heisst das dann beispielsweise zwei Bäder, separate Kinder- und Arbeitszimmer, ein Gästezimmer, eine offene Wohnküche, ein Garten und das Ganze möglichst an ruhiger Lage mit kurzen Wegen zur Arbeit, zur Schule und zu Einkaufsmöglichkeiten.

Wir wollten unseren Kindern Platz und genügend Bewegungsfreiheit bieten.

Die Finanzierung

Bevor sich Kaufinteressenten auf die Suche nach ihrem Traumhaus machen, sollten sie bei ihrer Bank die mögliche Finanzierungshöhe abklären. Dabei stehen folgende Fragen im Zentrum: Was können wir uns leisten? Wie viel Eigenkapital ist erforderlich? Welche Art von Hypothek passt zu uns? Die Finanzierungshöhe hängt vom Liegenschaftswert und den individuellen Vermögens- und Einkommensverhältnissen ab. Es wäre schade, wenn sich Interessenten auf ein Eigenheim fokussieren würden, das aufgrund ihrer persönlichen wirtschaftlichen Verhältnisse gar nicht finanzierbar ist.

Tragbarkeit – oder was können und wollen wir uns leisten?

Eine Familie aus dem Glarnerland hat sich ihren Traum vom Eigenheim erfüllt - die Nachfrage ist derzeit grossDie Tragbarkeit ist das prozentuale Verhältnis zwischen Einkommen und Kosten einer Liegenschaft. Dazu zählen Zinsen, Tilgungsraten und Unterhaltskosten. Durchschnittlich belaufen sich diese Kosten auf rund 5 Prozent des Kaufpreises pro Jahr. Als Faustregel gilt: Liegenschaftskosten sollten nicht mehr als ein Drittel des Haushalteinkommens betragen. Hier will gut überlegt sein, wie viel man sich leisten möchte, da man sich mit einem Hauskauf langfristig verpflichtet. «Wir haben entschieden, dass sich Nadia nach der Geburt der beiden Kinder hauptberuflich um die Familie kümmert. Das hat sich entsprechend auf unsere Budgetplanung ausgewirkt und wir mussten genau hinschauen, damit die Tragbarkeit auch langfristig gesichert ist», erklärt Roger Huber.

Wie viel Eigenkapital ist erforderlich?

Kaufinteressenten müssen mindestens 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital einbringen, damit Hypotheken und Liegenschaftswert in einem gesunden Verhältnis stehen und die Zinsbelastung für die Käufer tragbar bleibt. Dementsprechend kann die Hypothek maximal 80 Prozent des Kaufpreises betragen. Innerhalb von 15 Jahren soll der Kredit mittels Amortisationszahlungen auf 67 Prozent abbezahlt werden. Die Zahlungsraten werden vor der Kreditvergabe im Rahmen der Tragbarkeitsanalyse ermittelt.

Festhypothek, variable Hypothek oder Rollover-Hypothek?

Welche Art von Hypothek für die Finanzierung des Eigenheims letztlich gewählt wird, hängt von der persönlichen Risikoneigung ab und auch davon, wie oft man sich mit dem Thema beschäftigen möchte. Einfach ausgedrückt heisst das: Wer heute eine günstige Lösung sucht, wählt eine Rollover-Hypothek oder eine zweijährige Festhypothek. Wer hingegen sicher sein möchte, dass Budget und tatsächliche Zinsbelastung langfristig zusammenpassen, der wählt eine langjährige Fest-hypothek. Oft ist eine Mischung ideal.

TIPP: Im Lauf eines Bauprojekts kommt es oft vor, dass Budgets überschritten werden. Deshalb ist es ratsam, im Vorfeld eine Kapitalreserve einzuplanen. So muss man sich später nicht über verpasste Gestaltungsmöglichkeiten ärgern.

Die Suche – eine Geduldsprobe

Trotz intensiver Wohnbautätigkeit sind freie Einfamilienhäuser zwischen Näfels und Glarus rar und bei Kaufinteressenten entsprechend beliebt. Dies bestätigt auch der aktuelle Glarner Immobilienmarktbericht, der von der Firma Wüest & Partner im Auftrag der Glarner Kantonalbank erstellt wurde und seit Mitte Oktober 2016 in der Bank aufliegt. Glücklicherweise erfährt man aber im Kanton relativ schnell, wenn Häuser zum Verkauf stehen. Aufgrund der starken Nachfrage müssen potenzielle Käufer zeitnah entscheiden. Da ist es gut, wenn sie ihre finanziellen Möglichkeiten bereits im Vorfeld abgeklärt haben. Nadia und Roger Huber wurden bereits Mitte 2013 auf ein Doppeleinfamilienhaus aufmerksam. «Die Lage und die moderne, offene Architektur haben uns von Beginn an begeistert», erinnert sich Nadia Huber.

Uns ist bei einem Spaziergang die Werbung für die Überbauung «Erlen» in Glarus aufgefallen. Die Lage und die moderne, offene Architektur haben uns von Beginn an begeistert.

Die Glarner Kantonalbank – Hausbank und Strukturgeberin

Ein Hauskauf ist oft die grösste Investition, die Familien in Angriff nehmen. Normalerweise wird für die Finanzierung eine Hypothek nötig. So auch bei Familie Huber. Die Glarner Kantonalbank freut sich, dass sich die meisten Kundinnen und Kunden im Kanton Glarus und Umgebung für sie als Finanzierungspartnerin entscheiden. «Das ist ein enormer Vertrauensbeweis an uns als Bank und es spornt uns gleichzeitig an, unseren Service laufend zu verbessern», stellt Sven Wiederkehr, Bereichsleiter Direktvertrieb der Glarner Kantonalbank, mit Freude fest.

Der erste positive Kreditentscheid seitens Glarner Kantonalbank kam sehr schnell.

Daniel Aebli ist Filialgruppenleiter Glarus Nord bei der Glarner Kantonalbank und hat Familie Huber bei ihrem Projekt begleitet. Roger Huber hält fest: «Bei Daniel Aebli habe ich sofort gemerkt, dass er sehr viel Erfahrung hat. Er hat uns während der Beratungsgespräche sehr unterstützt und uns geholfen, das Vorhaben klar zu strukturieren. Dank seiner Hilfe konnten wir viele Hürden umgehen, die uns im Vorfeld gar nicht bewusst waren. Das betraf finanzielle Fragen sowie offene Punkte zum Objekt und zum Prozess an sich: Kaufvertrag, Grundbucheintrag, Zahlungsmodalitäten, Garantien, Gebäudeversicherungen usw.»

Der Entscheid: noch einmal darüber schlafen

«Der erste positive Kreditentscheid seitens Glarner Kantonalbank kam sehr schnell. Daniel Aebli kannte einerseits das Bauprojekt und andererseits auch unsere Vermögens- und Einkommensverhältnisse. Den Kaufpreis der Liegenschaft hat er 1:1 als Marktwert übernommen. Das war für uns ein eindeutiger Beleg, dass der bezahlte Preis auch wirklich fair war», freut sich Roger Huber. «Mit dem Kreditentscheid wurden uns die Tragweite der Investition und die damit einhergehende Verantwortung erst richtig bewusst. Wir haben uns den Hauskauf nochmals reiflich überlegt und uns schliesslich voller Vorfreude dafür entschieden. Seit Juni 2016 wohnen wir in unserem neuen Zuhause und fühlen uns rundum wohl. Wir sind überzeugt, dass wir damit den richtigen Weg für unsere Familie eingeschlagen haben.»

Schritt für Schritt zum Traumhaus

  1. Entscheid für Wohneigentum fällen
  2. Finanzierung klären
  3. Wünsche ans Eigenheim konkretisieren
  4. Passende Immobilie suchen
  5. Notwendigkeit einer Risikoversicherung prüfen
  6. Kaufvertrag unterzeichnen
  7. Eigenkapital einzahlen und Zahlungsversprechen der Bank an Verkäufer abgeben
  8. Sobald der Bezugstermin feststeht: bisheriges Mietobjekt fristgerecht kündigen
  9. Bei Bauprojekten: Restbetrag nach Fertigstellung überweisen
  10. Neues Eigenheim beziehen

Bild/Foto: Reinhard Fasching, Bregenz